SoLawi – Was ist das?

Mach mit bei der SoLawi in Bonn! Mehr unter Mitglied werden.

Die Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) ist eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Privathaushalten und einem oder mehreren landwirtschaftlichen Betrieben mit dem Ziel, den Lebensraum für Pflanze, Tier und Mensch langfristig zu erhalten. Im Englischen gibt es dafür den Begriff “Community Supported Agriculture (CSA)“  – gemeinschaftlich unterstützte Landwirtschaft.

Solidarisch ist das Modell einerseits durch ein partnerschaftliches Verhältnis zur Bäuerin oder zum Landwirt. Wir teilen uns die Kosten der Lebensmittelproduktion, die Ernte und auch das Risiko. Die Gemeinschaft verpflichtet sich, jeweils für ein Jahr einen bestimmten Betrag an die Bäuerin oder den Landwirt zu zahlen und erhält dafür den entsprechenden Anteil an der Ernte: frische, gesunde Lebensmittel der jeweiligen Saison von ganz nah dran. Im Unterschied zur Gemüse-Abo-Kiste kaufen wir nichts beim Großmarkt zu, sondern wollen uns auf das beschränken, was tatsächlich auf der Ackerfläche wächst. Die Verbraucher*innen übernehmen dafür anteilig die Betriebskosten und tätigen auch Investitionen, sie tragen zu fairen Löhnen für die Bäuerin, den Landwirt und die Mitarbeiter*innen bei. Der Betrieb hat also ein planbares Einkommen und muss weniger Zeit in die Vermarktung investieren. Die Garantie für die Abnahme seiner Produkte macht ihn unabhängiger von Marktstrukturen, Großhandelspreisen und Fördergeldern.

Die Gemeinschaft übernimmt auch praktische Aufgaben, z. B. bei der wöchentlichen Verteilung an die Depots und unterstützt bei Arbeitsspitzen ggf. auch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.

Solidarisch ist die Gemeinschaft auch untereinander. Es gibt keinen festen, für alle gleichen, Geldbetrag. Jedes Mitglied zahlt für einen Ernteanteil so viel wie es kann, so dass auch Menschen mit niedrigerem Einkommen bei der SoLawi mitmachen können. Die Mitgliedsbeiträge werden jeweils in einer jährlichen Beitragsrunde festgelegt.

Wir können die Marktstrukturen nicht so einfach ändern – aber als Verbraucher*innen darüber entscheiden, wie wir unser Geld ausgeben und wen wir damit unterstützen – das können wir!

 

Aktuell gibt es über 200 SoLawis in Deutschland – Tendenz steigend.

Interessante Filme über SoLawi-Projekte: