SoLawi – Was ist das?

Wir sind im 4. SoLawi-Jahr in Bonn! Mehr unter Mitglied werden.

Die Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) ist eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Privathaushalten und einem oder mehreren landwirtschaftlichen Betrieben mit dem Ziel, den Lebensraum für Pflanze, Tier und Mensch langfristig zu erhalten. Im englischen gibt es dafür den Begriff “Community Supported Agriculture (CSA)“  – gemeinschaftlich unterstützte Landwirtschaft.

Solidarisch ist das Modell einerseits durch ein partnerschaftliches Verhältnis zum Landwirt. Wir teilen uns die Kosten, die Ernte und auch das Risiko. Die Gemeinschaft verpflichtet sich, jeweils für ein Jahr einen bestimmten Betrag an den Landwirt zu zahlen und erhält dafür den entsprechenden Anteil seiner Ernte: frische, gesunde Lebensmittel der jeweiligen Saison. Im Unterschied zur Gemüse-Abo-Kiste möchten wir nichts zukaufen, sondern uns auf das beschränken, was tatsächlich auf der Fläche wächst. Die Verbraucher übernehmen dafür anteilig die SoLawi-Betriebskosten und Investitionen, sie tragen zu fairen Löhnen für den Landwirt und seine Mitarbeiter bei. Der Betrieb hat also ein gesichertes Einkommen und muss weniger Zeit in die Vermarktung investieren. Die Garantie für die Abnahme seiner Produkte macht ihn unabhängiger von Marktstrukturen, Großhandelspreisen und Fördergeldern.

Die Gemeinschaft übernimmt auch praktische Aufgaben, z. B. bei der wöchentlichen Verteilung an die stadtnahen Depots (bisher 7) und unterstützt bei Arbeitsspitzen ggf. auch die landwirtschaftliche Produktion.

Solidarisch ist die Gemeinschaft auch untereinander. Jedes Mitglied zahlt so viel wie es kann, so dass auch Menschen mit niedrigerem Einkommen bei der SoLawi mitmachen können. Die Mitgliedsbeiträge werden in einer jährlichen Bieterrunde neu festgelegt.

Wir können die Marktstrukturen nicht ändern – aber als Verbraucher darüber entscheiden, wie wir unser Geld ausgeben und wen wir damit fördern!

 

Aktuell gibt es über 100 SoLawis in Deutschland – Tendenz steigend.

Interessante Filme über SoLawi-Projekte: